Hersbrucktion: Our künstlerisch Konstruktion Love

Von dem Ärger, den man oft in Galerien und Museen beobachten kann, wenn eine Arbeit des 21. Jahrhunderts sich nicht sofort erschließt, ist nichts zu spüren – im Gegenteil. Mit viel guter Laune wird die Eröffnungs-performance verfolgt: Die Studierenden erheben sich summend von ihren Plätzen am „Stammtisch“ und huschen, die Besucher im Gefolge, nach draußen in den unbeleuchteten Innenhof. Auf einem Sims balancierend stellt sich jeder und jede namentlich vor, verliert einen Satz über die momentane eigene Befindlichkeit oder die allgemeine Wetterlage und schließt mit einem imitierten Tierlaut. „Kalkulierte Peinlichkeit“ nennt Professor Munding das.

Anschließend sehen sich die Vernissagebesucher gerne die Raffhalter für Gardinen an, die Alessia Pennavaria neben einem Vorhang nicht an der Wand, sondern am Boden montiert hat. Sie rätseln über die Mausefallen am Boden, die Dominik Gierl mit metallenen Klammern verbunden hat, ein weißes Klavier in Puppenstubengröße als Beigabe. Und ja: Malerei im klassischen Sinne gibt es auch. Die hat entweder „Dominik gemalt“ oder „Dominik hat sie nicht gemalt“, wie es sorgfältig auf die Landschaften gepinselt ist.

Quelle: N-Land